Abdichtung von Frontscheinwerfern

 

Wir bieten Ihnen individuell zu Ihren Anforderungen die passenden Abdichtungslösungen für Ihre Frontscheinwerfer an. Sie halten die Feuchtigkeit von den Leuchtmitteln fern und vermeiden die Gefahr der Korrosion der Lichtelektronik.

Auch wenn für die Fahrzeugbeleuchtung Scheinwerfer mit Xenon-, LED- oder Laserlichttechnik mittlerweile in vielen Märkten Stand der Technik sind, gibt es noch immer Länder auf der Welt, wo Autos mit konventioneller Scheinwerfertechnik verkauft werden.

Unsere Kunden setzen für die Abdichtung dieser konventionellen Scheinwerfer die 2- Komponenten Polyurethanschäume FERMAPOR K31 ein, die sich durch ein hervorragendes Langzeitverhalten und eine sehr gute Rückstellfähigkeit der Schaumstruktur auszeichnen. Hierbei ist ein wiederholtes Öffnen des Back-Caps auf der Rückseite des Scheinwerfers und Wiederverschließen, z. B. zum Wechseln der H7-Birne, jederzeit möglich, ohne dass die Dichtwirkung nachlässt.

Zum Ausgleich von Bauteiltoleranzen lässt sich der Polyurethanschaum dank einer gemischtzelligen Schaumstruktur mit geringen Verbaukräften bei der Montage gut verpressen.

 

Maßgeschneiderte Dichtungslösungen
für Frontscheinwerfer

 

Wir entwickeln individuell für Ihre spezifischen Anforderungen

Herkömmliche Moosgummiabdichtungen sind im Vergleich zum Polyurethandichtungsschaum meistens viel härter und lassen sich somit nicht so einfach verbauen. Weiterhin müssen die Moosgummischnüre auf Länge vorgeschnitten werden und die Schnittkanten müssen verklebt werden. Bei einer Verpressung ist in der Regel die Klebestelle deutlich härter als die Dichtung und hat auch ein deutlich schlechteres Rückstellvermögen.

Unsere Polyurethanschäume können sehr weich eingestellt werden und dichten mit einer fast unsichtbaren Kopplungsstelle der Schaumdichtung nahtlos ab. Der wirtschaftliche Vergleich zeigt, dass der Einsatz von Schaumdichtungen, die in der Regel eine geringere Dichte aufweisen und somit weniger Material pro Dichtung benötigen, sich schlussendlich günstiger auf den Stückkosten vergleich auswirkt.

 

Referenzmaterial

    FERMAPOR K31-A-5555-1        FERMAPOR CC-A-5530-2-B
    FERMAPOR K31-B-4   FERMAPOR CC-B-66
MV   4 : 1   2,3 : 1
Topfzeit   35 Sek.   30 Sek.
Klebfreizeit   4 Min.   16 Min.
Mittelere Viskosität A-K   55.000 mPas   70.000 mPas
Dichte Schaum   0,27 g/cm³   0,31 g/cm³
Härte (Shore 00)   54   55
Temperaturbeständigkeit   von -40 bis + 80 °C   von  -40 bis + 80 °C
Vorbehandlung   Primer P23 (lösungsmittelbasiert),
P13 (wasserbasiert) oder Plasma
  Primer P23 (lösungsmittelbasiert),
P13 (wasserbasiert) oder Plasma

Zusätzlich zu den Referenzprodukten entwickeln wir Materialsysteme entsprechend Ihren individuellen Anforderungen. Zu den Einflussfaktoren gehören die Topfzeit bis zum Beginn der Schaumbildung, die Aushärtezeit sowie die Viskosität, die Härte und die Haftungseigenschaften.


Wiederholtes Öffnen und Wiederschließen der Bauteile bei gleichbleibender Dichtwirkung

Die sehr gute Rückstellfähigkeit der Schaumdichtung erlaubt zu Wartungszwecken ein wiederholtes Öffnen und Wiederschließen der Bauteile, ohne dass die Dichtigkeit nachlässt. Nach dem Einbau ist der Frontscheinwerfer dicht und die sensible Elektronik gegen Spritzwasser und Witterungseinflüsse geschützt.

Die unverpresste Schaumdichtung vor dem Schließen des Gehäuses.

 

Querschnitt Polyurethanschaumraupe zu 50 % verpresst, damit ist die Dichtfunktion der Abdichtung gegeben und der  Frontscheinwerfer ist dicht.

 

Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter und Wechseltisch für die Teileaufnahme der Frontscheinwerfer-Backcaps

 

Die hier abgebildete Referenzkonfiguration für die Gehäuseabdichtung von Backcups von Frontscheinwerfern besteht aus der Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter LR-HE plus sowie dem Wechseltisch WT 1-LEVEL für die Teileaufnahme.

Die zwei im Pendelbetrieb arbeitenden Aufnahme platten ermöglichen die Aufnahme der dort fixierten Werkstücke und ihre Bearbeitung in einer Ebene. Damit kann ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet werden.

Die Platzierung und Aufnahme der abzudichtenden Gehäuse von Frontscheinwerfern auf der Wechseltischplatte übernimmt entweder ein Maschinenbediener, der die Teile auch auf Qualität überprüfen kann, oder ein Pick & Place Roboter. In einem solchen Fall könnte ein optional installiertes Kamera- oder Sensorsystem die Qualitätskontrolle der Teile durchführen.

Flexibel und vollautomatisch – ganz nach Ihren Anforderungen

Der thixotrope Polyurethandichtungsschaum FERMAPOR K31 wird für das Abdichten von Frontscheinwerfern über die Düse des CNC-gesteuerten Mischkopfs MK 825 hochpräzise und vollautomatisch auf die 2D- oder 3D-Auftragsfläche oder in die Nut der Bauteilkontur appliziert.

Nach dem Dosierumlauf schließt die Kopplungsstelle der Schaumdichtung nahezu nahtlos ab und ist dadurch fast unsichtbar. Durch die gleichmäßige Verpressung im Einbauzustand wird eine hohe Dichtigkeit über die gesamte Kontur der Backcaps erreicht. 

Für eine verbesserte Haftung der Schaumdichtung auf Kunststoffen wie PP oder PE mittels Plasma installieren wir zusätzlich zum Mischkopf eine optionale Plasma-Auftragseinheit auf der Rückseite der CNC-Y-Achse.

Auch bei kurzen Taktzeiten und großen Stückzahlen wird der Material auftragsprozess im FIPFG-Verfahren mit hoher Dosier- und Wiederholgenauigkeit durchgeführt. Im Ergebnis erhalten Sie eine Schaumdichtung von gleichbleibend hoher Qualität. So können Ihre abgedichteten Frontscheinwerfer bis hin zur Endmontage zügig weiterverarbeitet werden. Das spart Zeit und Kosten. 

Zudem lässt sich unsere ausfallsichere Misch- und Dosieranlage ohne viel Schulungsaufwand einfach und intuitiv bedienen. Durch die automatische Aufzeichnung der Dosierprogrammdaten sind für den Maschinenbediener bei laufender Produktion alle Prozessdaten nachvollziehbar und auswertbar.