Abdichtung von Langfeldleuchten

 

Damit Beleuchtungen, egal ob es sich um Neonröhren, Energiespar- Leuchtmittel, Halogen- oder LED-Lichttechnik handelt, zuverlässig funktionieren, müssen die Leuchtengehäuse gegen Feuchtigkeit, Staub und andere Umgebungsbedingungen abgedichtet werden. 

Durch das hervorragende Langzeitverhalten unserer Dichtungsschäume erfüllen wir Ihre Anforderungen an die Dichtigkeit gegen Temperatur- und UV-Einflüsse sowie gegen das Eindringen von Wasser und Staub in die Leuchtengehäuse gemäß IP-Schutzklassen und NEMA. 

Feuchtigkeit in Nassräumen kann zu Kurzschlüssen und daraus resultierend zu erheblichen Schädigungen der dort eingesetzten Leuchten und ihrer elektrischen Anschlüsse führen. Deshalb werden in Nassräumen und ungeschützten Außenbereichen spezielle Langfeldleuchten, sogenannte Feuchtraumleuchten, verwendet.

Die nahtlose Gehäuseabdichtung dieser Leuchten mit einem 2-Komponenten Polyurethanschaum aus der Produktfamilie FERMAPOR K31 erfolgt mit der Sonderhoff Dosiertechnologie durch präzisen Eintrag des noch flüssigen Materials in die Gehäusenut.

Nach dem Aufschäumen in der Nut entsteht eine raumtemperaturvernetzende Weichschaumdichtung mit einer fast unsichtbaren Koppelungsstelle.

 

Leuchtmittel und Lichtelektronik in
Langfeldleuchten sicher schützen

 

Die Abdichtung von Langfeldleuchten funktioniert durch die Verschlussmechanik der transparenten Abdeckung über ein Verpressen der Schaumdichtung in der Gehäusenut. Dadurch ist die Leuchte abgedichtet und ein Eindringen von Feuchtigkeit in das Gehäuse ist nicht möglich. Dank der guten Rückstellfähigkeit der Schaumdichtung kann die Leuchtenabdeckung zu Wartungszwecken geöffnet und wieder verschlossen werden – bei einer gleichbleibend hohen Dichtigkeit. Unsere Dichtungsschäume können sehr weich eingestellt werden, damit ein Verschließen leichter möglich ist. So wird bei Gehäusen mit dünneren Wandstärken auch ein Durchbiegen verhindert.

Ebenso erfüllen spezielle 2-Komponenten Silikondichtungsschäume aus der Produktfamilie FERMASIL die hohen Anforderungen für die ATEX-Zulassung Ihrer Ex-geschützten Leuchten, die in der Norm IEC 60079 für elektrotechnische Geräte mit Explosionsschutz zusammengefasst sind. Sie sind für Leuchtengehäuse geeignet, die in explosiven Gefahrenbereichen wie im Bergbau oder auf Off-Shore-Bohrinseln eingesetzt werden.

Die verschiedenen Reaktionsphasen des Dichtungsschaums in der zeitlichen Abfolge

 

Referenzmaterial

    Beleuchtung
Innenbereich
Beleuchtung
Außenbereich
Ex (z.B. Bergbau,
Off-Shore-Bohrinseln)
    FERMAPOR K31-A-4502-1-B        FERMAPOR K31-A-9675-2-VP        FERMASIL-A-91-VP2       
    FERMAPOR K31-B-4  FERMAPOR K31-B-4 (UL 50e) FERMASIL-B-91       
MV   4 : 1 4 : 1 1:1
Topfzeit   40 Sek. 38 Sek. 56 Sek.
Klebfreizeit   8 Min. 3,5 Min. 5 Min.
Mittelere Viskosität A-K   2.500 mPas 1.800 mPas 15.000 mPas
Dichte Schaum   0,20 g/cm³ 0,34 g/cm³ 0,30 g/cm³
Härte (Shore 00)   40 64 52
Temperaturbeständigkeit   von -40 bis + 80 °C von -40 bis + 80 °C von  -60 bis +180 °C
Vorbehandlung   Plasma, Corona oder Primer Plasma, Corona oder Primer

Primer P8 oder TEROSON SB450

Zusätzlich zu den Referenzprodukten entwickeln wir Materialsysteme entsprechend Ihren individuellen Anforderungen. Zu den Einflussfaktoren gehören die Topfzeit bis zum Beginn der Schaumbildung, die Aushärtezeit sowie die Viskosität, die Härte und die Haftungseigenschaften.


Wiederholtes Öffnen und Wiederschließen der Langfeldleuchten bei gleichbeibender Dichtwirkung

Die sehr gute Rückstellfähigkeit der Schaumdichtung erlaubt zu Wartungszwecken ein wiederholtes Öffnen und Wiederschließen der Langfeldleuchten, ohne dass die Dichtigkeit nachlässt. Nach der Schließung ist das Gehäuse dicht und die sensiblen Leuchten sind gegen Spritzwasser und Witterungseinflüsse geschützt.

 

Langfeldleuchte im geöffneten Zustand, die Dichtung ist unkomprimiert

 

Langfeldleuchte im geschlossenen Zustand, die Dichtung ist komprimiert

 

Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter 
und Wechseltisch für die Teileaufnahme

 

Flexibel und vollautomatisch –
ganz nach Ihren Anforderungen

Als Prozessexperte unterstützen wir Sie mit unserer anwendungstechnischen Expertise von der Konstruktionsphase Ihrer Bauteile bis zum vollautomatischen Materialauftrag mit der Formed-In-Place-(Foam-Gasket-)Technologie.

Für das Dichtungsschäumen von Leuchtengehäusen oder für den LED-Verguss kommen entsprechend Ihrem Fertigungskonzept unsere flexibel konfigurierbare Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter und Schiebetischlösung in Frage.

Hierfür bieten wir Ausstattungsoptionen für halb- oder vollautomatische Produktionen an. Wenn gewünscht, ist auch ein CNC-gesteuerter Plasmaauftrag zur Oberflächenaktivierung der Gehäusekontur möglich, wodurch eine bessere Haftung der Schaumdichtung auf Kunststoffen wie PP oder PE erzielt wird.

Die hier abgebildete Referenzkonfiguration für die Abdichtung von Langfeldleuchten besteht aus der Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter LR-HD und Wechseltisch WT 1-LEVEL für die Teileaufnahme. Die zwei im Wechsel zu bedienenden Aufnahmeplatten für die Fixierung und Bearbeitung der Werkstücke in einer Ebene ermöglichen einen kontinuierlichen Betrieb.

Die Positionierung der Leuchtengehäuse auf der Aufnahmeplatte übernimmt entweder ein Maschinenbediener, der außerdem die Teile auf Qualität überprüfen kann, oder ein Pick & Place Roboter. In einem solchen Fall könnte auch ein optional installiertes Kamera- oder Sensosrsystem die Qualitätskontrolle der Teile durchführen.

Die Materialkomponenten des eingesetzten Dichtungsschaums werden im Präzisionsmischkopf der DM 502 dynamisch homogen vermischt. Die daraus resultierende feinzellige Schaumstruktur ist entscheidend für eine geringe Wasseraufnahme.

Für den Materialauftrag im FIPFG-Verfahren wird der Präzisionsmischkopf MK 800 PRO durch den CNC-gesteuerten Linearroboter mit hoher Wiederholgenauigkeit über die Gehäusenut der Langfeldleuchte bewegt und das Dichtungsmaterial über die Mischkopfdüse dosiergenau in die Nut appliziert. Der Dosierumlauf schließt mit einer nahtlosen, fast unsichtbaren Kopplungsstelle der Schaumdichtung ab.

Der sehr effiziente und präzise Materialauftrag der DM 502 ermöglicht in Ihrer Produktion kurze Applikationsprozesse und eine zügige Teileverarbeitung bis zur Endabnahme.

 

Die Basislösung für Standardanwendungen

Dosierzelle für einfache Handhabung und hohe Prozessstabilität

Die Referenzkonfiguration der abgebildeten Dosierzelle 3E ist eine Niederdruck-Misch- und Dosieranlage für zwei Komponenten zum teil- und vollautomatischen Auftrag von Dichtungsschäumen.

Die ohnehin schon kompakt konzipierte Dosierzelle 3E nimmt auch deswegen wenig Platz ein, weil sie als CE-konforme Dosierzelle ohne zusätzliche Schutzzäune oder Lichtschranken auskommt.

Sie ist eine vorprogrammierte Plug & Work-Version, die vormontiert in einem Container ausgeliefert wird. Sobald Strom, Wasser und Druckluft angeschlossen sind und das Material im Materialdruckbehälter aufbereitet ist, kann mit der Produktion begonnen werden. Die Kosten für Installation und Schulungen lassen sich so auf ein Minimum beschränken.

 

Die Dosierzelle kann flüssige, mittel und hochviskose Materialsysteme auf Basis von Polyurethan verarbeiten. Die Ausbringmenge ist einstellbar von 0,5 bis 5,0 g/s. Das ist erfahrungsgemäß die Bandbreite, mit der sich 90 % der Industrieanwendungen abbilden lassen.

Der optionale Wechseltisch ermöglicht das Bearbeiten von Bauteilen unterschiedlicher Größe in einer Ebene. Durch die zwei im Wechsel manuell zu verschiebenden Aufnahmeplatten wird ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet. Bei größeren Teilen können die beiden Aufnahmeplatten zu einem großen Schiebetisch verbunden werden.

Der CNC-gesteuerte Präzisionsmischkopf MK 825 BASIC für zwei Materialkomponenten appliziert konturgenau Dichtungsmaterial in die Gehäusenut der Langfeldleuchten. Bei den teilweise sehr schmalen und tiefen Nuten muss der Dosiereintrag der Dichtungsschäume sehr präzise erfolgen.

Das meistert der Präzisionsmischkopf MK 825 BASIC mit einer hohen Dosier- und Wiederholgenauigkeit. Der Dosierumlauf schließt mit einer nahtlosen, fast unsichtbaren Kopplungsstelle der Schaumdichtung ab.

Mit der CE-konformen Dosierzelle 3E ist ein sofortiger, sicherer Produktionsbeginn sowie eine effizienzsteigernde Platz- und Kostenersparnis möglich.