Abdichtung von Hinweisleuchten und LED-Verguss für optimalen Schutz und Lichtdurchlässigkeit

 

Hinweisleuchten, meistens ausgestattet mit LED-Lichttechnik, haben im Notfall eine sehr wichtige, lebensrettende Bedeutung als Wegeleitsystem, z. B. zur besseren Orientierung im Gebäude für eine schnelle Evakuierung im Katastrophenfall. Die nach gesetzlichen Vorschriften gut sichtbar anzubringenden Hinweisleuchten in Büros, Produktionen, öffentlichen Gebäuden, Tiefgaragen und Tunnelbauten müssen beispielsweise im Brandfall länger funktionieren als Standardleuchten. Sie müssen deswegen gegen Löschwasser von Sprinkleranlagen abgedichtet sein, um einen Kurzschluss der Lichtelektrik durch Feuchtigkeit im Gehäuse und somit den Ausfall der Hinweisleuchten zu verhindern.

Für diese Gehäusedichtungen setzen wir unsere 2-Komponenten Polyurethanschäume FERMAPOR K31 ein. Sie besitzen ein hervorragendes Langzeitverhalten und eine sehr gute Rückstellfähigkeit. Dies erlaubt zu Wartungszwecken ein wiederholtes Öffnen und Verschließen der Gehäuse von Hinweisleuchten, ohne dass die Dichtigkeit der Gehäuseabdichtung nachlässt.

Für den Innen-, aber auch für den Außeneinsatz von Hinweisleuchten werden die eingesetzten LEDs oft auch durch die Versiegelung mit Gießharzen vor Wasser, Staub und anderen Witterungseinflüssen geschützt.

Für die vollflächig vergossenen LEDs stehen Ihnen unsere Polyurethan-Vergusssysteme in transparenter oder zur besseren Lichtstreuung in opaker Ausführung zur Verfügung. Die hohe UV-Beständigkeit unserer aliphatischen Klarvergusssysteme ermöglicht eine höhere Lichtdurchlässigkeit als von transparenten Kunststoffabdeckungen, die leicht verkratzen können. Auch bei einem 40-Tage-Dauertest bei +150 °C bleibt noch eine Lichtdurchlässigkeit von ca. 90 % der transparenten Vergusssysteme bestehen.

Die Fließfähigkeit, Reaktivität, Härtegradierung und Dichte sowie die Temperaturbeständigkeit und der Flammschutz der 2-Komponenten Vergusssysteme FERMADUR aus Polyurethan können konkret an Ihre Anwendung angepasst werden.

 

Leuchtmittel und Lichtelektronik in
Hinweisleuchten sicher schützen

 

Die Abdichtung von Hinweisleuchte funktioniert durch ein Verpressen der Schaumdichtung in der Gehäusenut. Dadurch ist die Leuchte abgedichtet und ein Eindringen von Feuchtigkeit in das Gehäuse ist nicht möglich. Dank der guten Rückstellfähigkeit der Schaumdichtung kann die Leuchtenabdeckung zu Wartungszwecken geöffnet und wieder verschlossen werden – bei einer gleichbleibend hohen Dichtigkeit. Unsere Dichtungsschäume können sehr weich eingestellt werden, damit ein Verschließen leichter möglich ist. So wird bei Gehäusen mit dünneren Wandstärken auch ein Durchbiegen verhindert.

 

 

Die verschiedenen Reaktionsphasen des Dichtungsschaums in der zeitlichen Abfolge

 

Referenzmaterial

    Spezialbeleuchtung
(Hinweisleuchten)
Spezialbeleuchtung
(LED Verguss)
    FERMAPOR K31-A-9675-2-VP        FERMADUR A-70A01-2-CL       
    FERMAPOR K31-B-4 (UL 50e) FERMADUR B-136
MV   4 : 1

0,95 : 1

Topfzeit   38 Sek. 480 Sek.
Klebfreizeit   3,5 Min. 10 Min.
Mittelere Viskosität A-K   1.800 mPas 950 mPas
Dichte Schaum   0,34 g/cm³ 1,13 g/cm³
Härte (Shore 00)   64 70 (Shore A)
Temperaturbeständigkeit   von -40 bis + 80 °C von -40 bis + 80 °C
Vorbehandlung   Plasma, Corona oder Primer Plasma, Corona oder Primer

Zusätzlich zu den Referenzprodukten entwickeln wir Materialsysteme entsprechend Ihren individuellen Anforderungen. Zu den Einflussfaktoren gehören die Topfzeit bis zum Beginn der Schaumbildung, die Aushärtezeit sowie die Viskosität, die Härte und die Haftungseigenschaften.


Wiederholtes Öffnen und Schließen der Hinweisleuchten zu Wartungszwecken, ohne dass die Dichtigkeit nachlässt

Die sehr gute Rückstellfähigkeit der Schaumdichtung erlaubt zu Wartungszwecken ein wiederholtes Öffnen und Wiederschließen der Hinweisleuchten, ohne dass die Dichtigkeit nachlässt. Nach der Schließung ist das Gehäuse dicht und die sensiblen Leuchten sind gegen Spritzwasser und Witterungseinflüsse geschützt.
 

Das Video zeigt die Polyurethan Schaumdichtung FERMAPOR K31 im Querschnitt in einer Nut - zurst im unverpressten Zustand, dann zu ca. 50 % verpresst, damit ist die Dichtfunktion der Abdichtung gegeben und das Bauteil dicht.

Hinweisleuchte im geöffneten Zustand, die Dichtung ist unkomprimiert

 

Hinweisleuchte im geschlossenen Zustand, die Dichtung ist komprimiert

 

Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter 
und Wechseltisch für die Teileaufnahme

 

Flexibel und vollautomatisch –
ganz nach Ihren Anforderungen

Als Prozessexperte unterstützen wir Sie mit unserer anwendungstechnischen Expertise von der Konstruktionsphase Ihrer Bauteile bis zum vollautomatischen Materialauftrag mit der Formed-In- Place-(Foam-Gasket-)Technologie.

Für das Dichtungsschäumen von Leuchtengehäusen oder für den LED-Verguss kommen entsprechend Ihrem Fertigungskonzept unsere flexibel konfigurierbare Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter und Schiebetischlösung in Frage.

Hierfür bieten wir Ausstattungsoptionen für halb- oder vollautomatische Produktionen an. Wenn gewünscht, ist auch ein CNC-gesteuerter Plasmaauftrag zur Oberflächenaktivierung der Gehäusekontur möglich, wodurch eine bessere Haftung der Schaumdichtung auf Kunststoffen wie PP oder PE erzielt wird.

Die hier abgebildete Referenzkonfiguration für die Abdichtung von Langfeldleuchten besteht aus der Misch- und Dosieranlage DM 502 mit 3-Achs-Linearroboter LR-HD und Wechseltisch WT 1-LEVEL für die Teileaufnahme. Die zwei im Wechsel zu bedienenden Aufnahmeplatten für die Fixierung und Bearbeitung der Werkstücke in einer Ebene ermöglichen einen kontinuierlichen Betrieb.

Die Positionierung der Leuchtengehäuse auf der Aufnahmeplatte übernimmt entweder ein Maschinenbediener, der außerdem die Teile auf Qualität überprüfen kann, oder ein Pick & Place Roboter. In einem solchen Fall könnte auch ein optional installiertes Kamera- oder Sensorsystem die Qualitätskontrolle der Teile durchführen.

Die Materialkomponenten des eingesetzten Dichtungsschaums werden im Präzisionsmischkopf der DM 502 dynamisch homogen vermischt. Die daraus resultierende feinzellige Schaumstruktur ist entscheidend für eine geringe Wasseraufnahme.

Für den Materialauftrag im FIPFG-Verfahren wird der Präzisionsmischkopf MK 800 PRO durch den CNC-gesteuerten Linearroboter mit hoher Wiederholgenauigkeit über die Gehäusenut der Langfeldleuchte bewegt und das Dichtungsmaterial über die Mischkopfdüse dosiergenau in die Nut appliziert. Der Dosierumlauf schließt mit einer nahtlosen, fast unsichtbaren Kopplungsstelle der Schaumdichtung ab.

Der sehr effiziente und präzise Materialauftrag der DM 502 ermöglicht in Ihrer Produktion kurze Applikationsprozesse und eine zügige Teileverarbeitung bis zur Endabnahme.

 

Die Basislösung für Standardanwendungen

Dosierzelle für einfache Handhabung und hohe Prozessstabilität

Die Referenzkonfiguration der abgebildeten Dosierzelle 3E ist eine Niederdruck-Misch- und Dosieranlage für zwei Komponenten zum teil- und vollautomatischen Auftrag von Dichtungsschäumen.

Die ohnehin schon kompakt konzipierte Dosierzelle 3E nimmt auch deswegen wenig Platz ein, weil sie als CE-konforme Dosierzelle ohne zusätzliche Schutzzäune oder Lichtschranken auskommt.

Sie ist eine vorprogrammierte Plug & Work-Version, die vormontiert in einem Container ausgeliefert wird. Sobald Strom, Wasser und Druckluft angeschlossen sind und das Material im Materialdruck- behälter aufbereitet ist, kann mit der Produktion begonnen werden. Die Kosten für Installation und Schulungen lassen sich so auf ein Minimum beschränken.

Die Dosierzelle kann flüssige, mittel und hochviskose Material- systeme auf Basis von Polyurethan verarbeiten. Die Ausbringmenge ist einstellbar von 0,5 bis 5,0 g/s. Das ist erfahrungsgemäß die Bandbreite, mit der sich 90 % der Industrieanwendungen abbilden lassen.

Der optionale Wechseltisch ermöglicht das Bearbeiten von Bauteilen unterschiedlicher Größe in einer Ebene. Durch die zwei im Wechsel manuell zu verschiebenden Aufnahmeplatten wird ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet. Bei größeren Teilen können die beiden Aufnahmeplatten zu einem großen Schiebetisch verbunden werden.

Der CNC-gesteuerte Präzisionsmischkopf MK 825 BASIC für zwei Materialkomponenten appliziert konturgenau Dichtungsmaterial in die Gehäusenut der Langfeldleuchten. Bei den teilweise sehr schmalen und tiefen Nuten muss der Dosiereintrag der Dichtungsschäume sehr präzise erfolgen.

Das meistert der Präzisionsmischkopf MK 825 BASIC mit einer hohen Dosier- und Wiederholgenauigkeit. Der Dosierumlauf schließt mit einer nahtlosen, fast unsichtbaren Kopplungsstelle der Schaumdichtung ab.

Mit der CE-konformen Dosierzelle 3E ist ein sofortiger, sicherer Produktionsbeginn sowie eine effizienzsteigernde Platz- und Kostenersparnis möglich.